Heute war wieder ein schöner Samstag. Kalt, aber schön. Und Zeit hatte ich auch. Dachte ich mir so… ey, mach ma den Frästisch fertig. Ich habe auf mich gehört und zack… war er nahezu fertig.
Hier die Details:

Zuallererst habe ich mir die Konturen der letztens erstellten Fräsplatte nachgezeichnet. Eingebaut werden sollte die Platte in eine völlig verranzte alte Multiplexplatte, die hier noch irgendwo rumflog.

Dann ein Loch gebohrt, damit ich mit der Stichsäge die Innenkontur ausschneiden konnte. Die Auflage rundrum wollte ich dann mit der Oberfräse erstellen. Ich habe vor Oberfräsen ungefähr so viel Respekt/Angst/Panik wie vor einer Flex oder einer Kettensäge. Aber da ich mit der Flex schonmal klargekommen bin und alles gar nicht so schlimm war wie befürchtet, dachte ich mir, kann es bei der Oberfräse nicht schlimmer werden.

Wie man mit der Stichsäge was aussägt, habe ich jetzt nicht unbedingt fotografieren müssen. Das kann nun wirklich jeder, der am Leben ist.

Dieses Foto ist gestellt. Ich geb es zu.
Ich habe vorher mittels Siebdruckplatte und zugeschnittenen MDF-Streifen einen Rahmen um den Ausschnitt geklebt. Und zwar mit der Duct-Tape/Superglue-Methode. Man könnte das auch mit doppelseitigem Klebeband machen. Aber auf beiden Seiten einfaches Malerkrepp und Sekundenkleber dazwischen hält bombig gegen seitliche Belastung und lässt sich spitzenmäßig entfernen. Außerdem wollte ich die Methode auch dringend mal ausprobieren.
Leider habe ich vergessen, davon Fotos zu machen.
Daher ein gestelltes Foto des Fräsvorgangs hinterher.
Das Fräsen an sich ging wirklich so easy wie erwartet. Das Ergebnis war nicht perfekt, aber immerhin gut. Und ich hab gemerkt: Panik vor der Oberfräse ist unbegründet. Das macht einfach Spaß.
Und ist für den Bau einer E-Gitarre sowas von essenziell.

Nun habe ich die Multiplexplatte noch auf Breite gestutzt.

Und dann testweise die Fräsplatte eingelegt. Wie zu erwarten war der Übergang Siebdruck/Multiplex alles andere als plan. Somit habe ich mit Stechbeitel und Schleifpapier die Auflage planer gemacht und die Siebdruckfräsplatte mit meinem Spindel-/Bandschleifer an den Auflageflächen abgeschliffen, so dass es wenigstens EINIGERMAßEN passt.
Das soll ja auch nur ein Einmalfrästisch werden. Wenn das mit der ersten E-Gitarre hinhaut, baue ich mir eh einen neuen, vernünftigen Frästisch mit Aluplatte und lege mir noch eine für einen Frästisch geeignete Oberfräse zu, die dann fest installiert bleibt.

Ich war allerdings ein kleines bisschen begeistert, als ich merkte, dass der Einbau der Fräsplatte inkl. Oberfräse und Schrauben in den Ecken dann doch zu einem FAST planen Ergebnis geführt hat. Feinjustieren kann man das immer noch. Aber üben muss ich mit der Oberfräse auch noch weiterhin.

Sieht fast gut aus. Ich bin stolz auf mich.

Näher hinschauen ist allerdings verboten! Aber man sollte dennoch damit arbeiten können.

Von unten…

Testweise mal einen Fräser eingebaut.

Ich bin sehr zufrieden. Es hat heute allerdings ein klein wenig länger gedauert, als geplant. Eigentlich hatte ich vor, noch eine Testfräsung zu machen, aber da der Frästisch nicht auf meine Arbeits-Workbench passt (der Platz bei ausgefahrenen Spannplatten ist leider zu gering), muss ich mir als Untergestell noch irgendwas zurechtimprovisieren.
Ich hoffe, nächsten Samstag die erste Fräsung damit zu machen. Dann kopiere ich mal eine meiner Schablonen auf ein weiteres Stück MDF.

Übrigens mache ich nicht absichtlich Werbung für Bosch! Ich mag auch alle anderen Firmen. Ist nur Zufall. Warum müssen die ihren Schriftzug auch immer und überall so prägnant platzieren?

Das hat heute wirklich Spaß gemacht und ich bin sehr zufrieden mit mir! 🙂

Und ja… wahrscheinlich werde ich den kompletten Frästisch mal abschleifen, damit er nicht ganz so nach Punk aussieht. Aber… mhmm… eigentlich ist da auch nix schlechtes dran…

Achja… ALLES LIEBE ZUM GEBURTSTAG, MÖWE! 🙂


2 Interactions on “Der Frästisch ist (jaja… ok… fast) fertig!

  1. Dankeschön! Ich hab mir derweil das Holz im Wald im noch lebendigen Zustand angeguckt. Hätte Dir gerne was vom Sturmbruch zum Basteln mitgebracht, aber die vielen umgefallenen Baumstämme passten jetzt so größentechnisch leider nicht in meinen Wanderrucksack und ne Kettensäge hatte ich auch nicht in meinem Gepäck ;-*

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