Ich habe jetzt nun schon ein bissel was mit der Tischkreissäge gemacht, diese aber immer auf meinen Spanntisch oder den Frästisch gestellt. Nach getaner Arbeit musste das Teil immer umständlich weggetragen werden. Außerdem war die Arbeitshöhe DEUTLICH zu hoch. Daher muss ein Unterschrank her.

Und auf Rollen muss er sein, damit man ihn schnell in die Werkstatt und wieder zurückschieben kann.

Erstmal schnell den Giftschrank aufgeräumt und dann ab in den Baumarkt.

Achja… so ungefähr soll das Teil dann aussehen. Oben in die Tischplatte kommt ein fettes Loch, damit die Späne der TKS in den Schrank fallen können. Die beiden schmalen Fächer oben werden Staubschubladen oder einfach -fächer, aus denen ich das Sägemehl raussaugen kann. Ob Schubladen oder nicht, habe ich noch nicht entschieden.

Sowas macht man am besten aus Multiplex. Das sieht gut aus, ist stabil und jeder macht das so. Da ich für den Kauf von Multiplex meine Schwiegermutter bei Ebay verhökern müsste, ich sie aber gut leiden kann, habe ich mich für das billigste Material entschieden, mit dem man ebenfalls sowas bauen kann:

OSB… oder wie man so gerne sagt: Bieberkotze!

Ein letztes Mal muss ich die TKS (Tischkreissäge) noch auf blöder Arbeitshöhe bemühen. Laut Schnittplan wird dann die erste Platte mittels TKS und Kappsäge zerspant.

Erste Platte… das Ergebnis.

So ging es dann weiter mit den weiteren 4 Plänen und Platten

Im unteren Bild sieht man dann alle geschnittenen Teile. Ich habe mich nur 2x um einen Milimeter vertan.
Kein Mal wäre auch schön gewesen :-/

Die Pläne sind abgearbeitet.

Leim drauf, schön verstreichen und zusätzlich verschrauben. So sollte sogar Bieberkotze halten.

Dann in die doppeltbeplankte obere Platte den Ausschnitt für die Sägespäne mit der Stichsäge zugesägt und mittels Schiene und Bündifräser noch grob begradigt.

Dann mal fix grob aufgebaut, um zu gucken, ob alles passt. Bis jetzt sah es dann noch ganz gut aus.

Im nächsten Schritt habe ich dann eine für mich völlig neue Methode ausprobiert. Taschenlöcher (oder Pocket-Holes)!
Die Vorrichtung dafür hatte ich schon seit vorletztem Weihnachten, hatte sie aber noch nie eingesetzt.

Mit dem Gerät werden schräge Löcher gebohrt und somit etwas stabilere Verbindungen geschaffen, als wenn man Stumpf Schrauben ins Hirnholz bohren würde. OSB ist halt unter Druck verleimte Holzspäne, da gibt’s kein Hirnholz. Trotzdem verhält sich das Material so, als würde es ausschließlich aus Hirnholz bestehen und bricht ständig und immer aus. Irgendwie hält’s dann aber doch.

Tja… und dann kam die Rache fürs Vermessen. 5mm Überstand. Obwohl ich mich nur 2x um einen Milimeter vertan hatte, war jetzt alles einen halben Zentimeter zu breit. Holz und Logik passen nie zusammen.

Mit einer ausgerichteten Latte und einem Bündigfräser hab ich das dann einigermaßen einkürzen können.

Und mit dem Multicutter hab ich den Rest bis zum Boden abgesäbelt.

Dann war der Korpus fertig… schnell noch Rollen drunter und die TKS draufschrauben…

Tadaa… da steht er nun in ganzer Pracht. An den Seiten werde ich wahrscheinlich noch Einhängevorrichtungen für den Schiebeschlitten und die Zinkenfräsvorrichtung anbauen. Endlich hat das Teil eine vernünftige Arbeitshöhe.

und weg damit…


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